Projekte

um sie geht es uns konkret...

 



Seine Prothesen sind dank der Hilfe durch unserer MINE-EX-Spenden bereits in Arbeit

MINE-EX ist für jede Spende dankbar, die für Minenopferhilfe (Prothesen, Orthesen, Rehabilitation, Ausbildung von Minentechnikern, Ausstattung von Prothesenwerkstätten etc), für die Minenräumung und zum Kampf für eine weltweite Minenächtung gegeben wird.

Mit den Spenden unterstützt MINE-EX Projekte insbesondere von Rotary Clubs, die sich für die Hilfe zugunsten von Minenopfern engagieren.
Zudem hat MINE-EX das
Zinsmeister-Stipendium ins Leben gerufen, um auch vor Ort eine effektive rehabilitative Selbsthilfe zu fördern.
MINE-EX fördert zur Zeit folgende Projekte aus Spendenmitteln:

1) Kambodscha-Projekt (Minen-wiki)
- Vorhaben: Einrichtung einer auf Mediawiki basierenden Datenbank, auf der alle bekannten Minendetektionstechnologien in der kambodschanischen Landessprache Khmer abgerufen werden können. Hiermit soll die Kenntnis über Minenerkennung, Minenräumung, Vorsichtsmassnahmen in minenverdächtigen Gebieten unter der Bevölkerung verbreitet werden. Ausserdem wird am Institut für Technologie von Kambodscha in Phnom Penh ein Studiengang „Minendetektionstechnologie“ eingerichtet..
- Betreut wird das Projekt in Deutschland vom RC Berlin-Schloss Köpenick und dem Verein „Wissen gegen Minen e.V. Berlin“. Kooperationspartner vor Ort ist das Institut für Technologie von Kambodscha in Phnom Penh und der RC Phnom Penh-Metro.
- Matching Grant über 14 100 US$, eingereicht vom RC Berlin-Schloss Köpenick..
- Beteiligung von Mine-Ex mit 6 500 US$. für die Finanzierung der Ausbildung von zwei Behinderten zu Systemadministratoren im Crashkurs sowie Bezahlung der beiden für 1 Jahr.. Diese Finanzierung der Ausbildung durch MINE-EX ist unabhängig vom Matching Grant –Antrag und hat bereits begonnen. Einer der zwei mit diesem Betrag ausgebildeten Behinderten ist Herr Ratanak Phut, 23 Jahre alt, der als Kindersoldat mit 11 Jahren durch eine Mine eine Hand verloren hat.



...trotzdem der Zukunft freudig entgegensehen..

2) Afghanistan-Projekt des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC) - Vorhaben: Prothesenfabrik in Kabul, Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Prothesen und Orthesen und physische Rehabilitation. Das Programm hat ein Gesamtbudget von 17 Mio CHF, davon das Budget für Minenopfer von rd 12 Mio CHF
- Das Projekt wird vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes in Genf (ICRC) betreut.
- MINE-EX hat sich an dem Projekt des ICRC mit 100 000.- € beteiligt.
- Anmerkung: In seiner Weihnachtsspendenaktion 2007 hat der Schwarzwälder Bote um Spenden für MINE-EX unter Bezug auf das Vorhaben des ICRC in Afghanistan geworben. Im Rahmen der Spendenaktion ist ein Betrag von rd. 23 000.- € (davon 10 000 vom Schwarzwälder Boten selbst) an Spenden eingegangen. MINE-EX hat diesen Betrag auf die an das ICRC gegebenen 100 000.- € aufgerundet.



MINE-EX Prothesenmeister Falk Tauscher

3) Kolumbien - Projekt (Prothesenwerkstatt in Ibague)- Vorhaben: Sanierung und Wiederingangsetzung einer Prothesenwerkstatt in Ibague, die vor ca 10 Jahren vom RC Ibague eingerichtet worden ist.
- Das Projekt wird in mehreren Phasen geplant.. In der erste Phase, die im April 2008 realisiert wurde, ist von MINE-EX der Prothesenmeister Frank Tauscher (Bild links) für vier Wochen nach Ibague entsandt worden. Dieser hat vor Ort geklärt, was für die Sanierung der Werkstatt erforderlich ist (insbes. moderne Werkzeuge), ausserdem hat er Einheimische in modernen Techniken der Prothesenherstellung und -anpassung in mehreren Kursen angelernt.. Aufgrund seines Berichts werden z.Zt. die weiteren Phasen geplant, die auch ein matching Grant vorsehen werden.
- Kooperationspartner in Kolumbien sind der RC Bogota Laureles und der RC Ibague. In Deutschland betreut das Projekt MINE-EX, bis sich ein Rotary Club für die Betreuung in Deutschland bereitgefunden hat (Interessenten wenden sich bitte an den Vorsitzenden Dr. Gerhard Selmayr, e-mail: mine-ex ÄT web.de).


Falk Tauscher mit örtlichen RC-Repräsentanten

- Mine-Ex hat bisher für die Flugreise des Prothesenmeisters nach Ibague, Ausgaben vor Ort und ein Taschengeld von 5 000.- € eingesetzt und plant, da das Projekt Erfolg verspricht, weitere Unterstützung (z.B. Beschaffung der neuen Werkstattausrüstung, weitere Reisen von Prothesentechnikern und -meistern) zu gewähren. Die beiden kolumbianischen Rotary Clubs haben sich in der ersten Phase mit der persönlichen Betreuung, Unterbringung und Beratung des entsandten Prothesenmeister intensiv durch „hands-on“ an dem Projekt beteiligt (Bild links).

5) Bosnien-Herzogowina (Minenräumung)- Vorhaben: Kauf von Minenräumgeräten und Räumung von landwirtschaftlichen Flächen in Bosnien und Herzegowina, dem Nachbarland von Slovenien,
- Kooperationspartner; vor Ort RC Grosupije/Slovenien; in Deutschland: RC Dorfen
- Der RC Grosupije/Slovenien und mehrere slovenische RC sammeln eine Summe von 94 000 €, die über den Distrikt verdoppelt und dann in ein Matching Grant eingebracht werden sollen. Der RC Dorfen will dem RC Grosupije (Partnerclub) bei der Aufbringung des Geldes durch einen Zuschuß von 10 000 € helfen, von dem MINE-EX die Hälfte, d.h. 5000 € übernommen hat.

6) Namibia-Projekt (Hilfe für Flüchtlinge aus dem benachbarten Angola, darunter zahlreiche Minenopfer)
- Vorhaben: a) Beschaffung eines Geländefahrzeugs (22 000 €), um Minenopfer in das orthopädische Zentrum der Region transportieren zu können; b) Prothesenherstellung (Kosten pro Stück 300 €), c) soziale Rehabilitation von Minenopfern.
- Kooperationspartner: vor Ort RC Rundu/Namibia, in Deutschland RC Bad Homburg v.d.H und RC Aachen-Frankenburg
- Finanzierung: RC Bad Homburg 5000 €; RC Aachen-Frankenburg 5000 €. Mine-Ex hat die Clubbeiträge verdoppelt, d.h. 10 000.- € Zuschuss gegeben. Durch DDF-Mittel und ein Matching Grant sollen Gesamtmittel von 36 000,- € zusammenkommen.

7) Die aktuelle Fassung der umfassenden MINE-EX-Resolution an den Council on Legislation (CoL) 2010 finden sie hier


 


ICRC-Scheckübergabe


RC Waldshut Säckingen:
Helptour-Scheck zugunsten Minenopfer an IKRK Genf überreicht
Mit grosser Freude übergab der Rotary-Club-Waldshut-Säckingen gemeinsam mit dem Partner-Club Zürcher Weinland den Helptour-Scheck in Höhe von 30 457.- Euro als grösste Einzelspende am 29. Januar 2010 an die Vizepräsidentin des IKRK Genf, Christine Beerli bei der Schweizer Distriktversammlung in Estavayer-le-Lac am Neuenburger See.

Die Helptour war die erfolgreiche grenzüberschreitende Fahrradsternfahrt in den deutsch-schweizerischen Grenzort Erzingen der Gemeinde Klettgau am Hochrhein zugunsten minengeschädigter Kinder im Projekt Battambang in Kambodscha.
Die Prothesenwerkstatt in Battambang wird durch das IKRK mit örtlichen Handwerkern durch Mine-Ex-Gelder betrieben wie die IKRK-Vizepräsidentin erläuterte und beim gleichen Anlass den Gesamtbetrag der gesamtschweizerischen Mine-Ex-Stiftung mit 800 000 SFR entgegennehmen konnte.

Die Projektspende der grenzüberschreitenden Fahrradsternfahrt Helptour in den deutsch-schweizerischen Grenzort Erzingen vom 28. Juni 2009 beträgt 30 457 Euro.
In diesem grossartigen Ergebnis der Einzel- und Firmenspenden für Battambang sind auch 10 000 Euro des deutschen Mine-Ex-Vereins enthalten, der bei der Übergabe durch die Past-Governor’s Gerhard Selmayr und Hermann Sacher vertreten waren.

Die Helptour der Partnerclubs Waldshut-Säckingen und Zürcher Weinland ist in mehrfacher Hinsicht beispielgebend: Rotary hat in Zusammenarbeit mit den Erzinger Vereinen einen harmonischen Fahrradevent ins Leben gerufen, auf regionaler Basis Fahrradfahrer als Familien, Firmen und Einzelfahrer zur Sternfahrt aktiviert, ein gutes Presseecho in beiden Ländern bewirkt und die Partnerschaft zwischen dem RC Bonndorf, dem RC Waldshut-Säckingen und dem RC Zürcher Weinland durch ein gemeinsam getragenes „hand’s up“ verbessert. Damit ist die Helptour nicht nur durch das gute Spendenergebnis für Mine-Ex erfolgreich zu werten, sondern kann als Erfolgsmodell bezeichnet werden, das zur Nachahmung durchaus geeignet ist.
Der RC Waldshut-Säckingen stellt seine Erfahrungen der Helptour gerne zur Verfügung. Die Web-Seite der Helptour bleibt bestehen.

oberes großes Bild:
Helptour Beifall beim Zieleinlauf im Grenzort Erzingen

unteres Bild links dieses Absatzes:
Scheckübergabe in Estavayer-le-Lac am 30 Januar 2010 mit dem Schweizer Helptourchef Mathias Hofmann , Präsident Hans Mehlin RC Waldshut-Säckingen ( Mitte ), Vizepräsidentin Christine Beerli vom IKRK Genf